Eine Woche Sommer in den Bergen können 18 Mädchen und Jungen genießen, die mit den Deutschen Kinderhospiz Diensten und der Löwenbande nach Österreich gefahren sind.
Foto: Deutsche Kinderhospiz Dienste / Luisa Wiegand

Auszeit in den Bergen: Geschwisterkinder genießen Ferienfreizeit

Mal eben in den Urlaub zu fahren, in den Flieger zu steigen und ans Meer oder in die Berge zu starten, kennen viele von ihnen gar nicht. Denn dafür sind ihre Schwestern und Brüder meist zu krank – oft lebensverkürzend erkrankt –, als dass die Familie so eine Reise unbeschwert gestalten könnte. Die Deutschen Kinderhospiz Dienste bieten Geschwistern von erkrankten Kindern deshalb im zweiten Jahr in Folge eine Sommerferienfreizeit an, dieses Mal sogar außerhalb von Deutschland und erstmals auch standortübergreifend.

Denn die insgesamt 18 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren, die mitgefahren sind, werden in den Löwenbanden-Geschwistergruppen sowohl vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Dortmund als auch vom Dienst in Bochum begleitet.

Die Ferientour führte die Gruppe nach Forstau im Salzburger Land. Dank der Summerfield Kids Foundation und ihrem Projekt „Hütten for Kids“ konnte die reisende Löwenbande in den Bergen in drei tollen Hütten untergebracht werden, begleitet von insgesamt fünf haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Dank weiterer Spenden war es möglich, die ganze Woche über einen Bus vor Ort zu haben, der die Kinder und Jugendlichen und ihre Begleiter*innen zu den einzelnen Unternehmungen fährt. Auf dem Ferienprogramm in Österreich stehen eine Kneippwanderung, der Besuch eines großen Abenteuerspielplatzes auf dem Rittisberg, ein Tagesausflug nach Salzburg, eine Gipfelkreuzwanderung, eine Tour auf den Dachstein-Gletscher sowie die Fahrt auf einer Sommerrodelbahn oder alternativ in einer Flyline und zum Abschluss ein Besuch in der größten Eishöhle der Welt in Werfen. Vor Ort an der Hüttenunterkunft in Forstau werden Fußball, Volleyball, Federball sowie Gesellschaftsspiele oder Schach gespielt und finden die Kinder und Jugendlichen ausreichend Gelegenheiten, um sich untereinander sowie mit den Begleiter*innen auszutauschen, ihre Sorgen, Ängste und Nöte, aber natürlich auch viele glückliche, unbeschwerte Momente zu teilen.

Wie bei allen Aktivitäten der Geschwistergruppen der Deutschen Kinderhospiz Dienste gilt: Ohne Spenden wäre eine Ferienfreizeit wie diese niemals möglich gewesen. Einen Großteil der Summe hat das Dortmunder Spendenparlament Spendobel finanziert. Denn wie immer ist es den Deutschen Kinderhospiz Diensten wichtig, dass die Geschwistergruppen-Aktivitäten und eben auch diese Ferienfreizeit für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen kostenfrei ist, um die betroffenen Familien nicht auch noch finanziell zu belasten.