Die beiden Koordinatorinnen Hannah Pfeiffer (li.) und Andrea Eickholt, Bärenbotschafter Hope und Thorsten Haase, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kinderhospiz Dienste, freuen sich, dass es den Ambulanten Dienst nun schon 5 Jahre in Bochum gibt.
Quelle/Fotos: Deutsche Kinderhospiz Diense / Simke Strobler
Seite an Seite mit schwerstkranken Kindern und ihren Familien: Deutsche Kinderhospiz Dienste in Bochum feiern 5. Geburtstag
Familien mit schwerstkranken und lebensverkürzend erkrankten Kindern stehen häufig am Rand der Gesellschaft. Die Deutschen Kinderhospiz Dienste sind vor fünf Jahren in Bochum angetreten, um genau das zu ändern – um betroffene Familien in ihrem herausfordernden Alltag zu begleiten und zu stärken. Über die Jahre hat der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in Bochum zahlreiche Ehrenamtliche ausgebildet, eine eigene Geschwistergruppe gegründet, etliche Spenden-Partner an seiner Seite gewonnen und vor allem zahlreiche Familien begleitet. Ein kleiner Rück- und Ausblick.
„Als der Dienst während der Corona-Pandemie, also unter erschwerten Bedingungen, an den Start ging, gab es in Bochum noch keinen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, der schwerstkranke Kinder und solche, die möglicherweise niemals erwachsen werden, begleitete“, erinnert sich Thorsten Haase, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kinderhospiz Dienste. Das Konzept, mit dem die Gründung vom ersten Standort der Deutschen Kinderhospiz Dienste in Dortmund auf den nun zweiten Standort in Bochum übertragen wurde, hatte einschlagenden Erfolg.
Schnell war die Öffentlichkeit in Bochum informiert. Schnell gelang es, für das Thema Sterben und Tod von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Schnell meldeten sich Freiwillige, um sich im ersten Ehrenamtskurs zu Kinderhospizbegleitern ausbilden zu lassen. Der Erfolg gab den Deutschen Kinderhospiz Diensten Recht, dass dieser Dienst für die viertgrößte Ruhrgebietsstadt dringend notwendig war.

Innerhalb von fünf Jahren hat der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Bochum 70 Ehrenamtliche ausgebildet, von denen etliche schon jetzt schwerstkranke Kinder und Jugendliche sowie deren Geschwister in Bochum, Herne, Gelsenkirchen und Umgebung regelmäßig begleiten und ihnen und ihren Familien Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Das Gebiet, aus dem die Deutschen Kinderhospiz Dienste betroffene Familien aus dem Dunkelfeld holen wollen, ist weitaus größer als das Bochumer Stadtgebiet. Das hat sich herumgesprochen.
Längst gibt es auch eine eigene Geschwistergruppe in Bochum, die Löwenbande. Auch bei der Löwenbande sind Ehrenamtliche im Einsatz. Sie betreuen die Gruppentreffen der Geschwisterkinder mit organisatorischer Unterstützung und nach enger Absprache mit den Koordinatorinnen aus Bochum. In der Löwenbande treffen sich Jungen und Mädchen, deren Schwester oder Bruder eine lebensverkürzende Erkrankung hat. In der Löwenbande können die Geschwister regelmäßig zumindest für ein paar Stunden hinter sich lassen, was sonst auch ihren Alltag mitbestimmt.
Mittlerweile gibt es in Bochum und den umliegenden Kommunen auch etliche Partner, die den Deutschen Kinderhospiz Diensten als verlässliche Unterstützer zur Seite stehen. Da sind unzählige Firmen, die den Dienst mit karitativen Aktionen in ihrem Mitarbeiter- und Kollegenkreis finanziell unterstützen; da sind die vielen Vereine unterschiedlicher Couleur, die mit Ideen, Aktionen und Veranstaltungen Spenden für den Dienst generieren; da sind aber auch Einzelne, die ihr Engagement in den Dienst der guten Sache stellen und selbstlos Spenden sammeln, um die brutal unterfinanzierte Kinderhospizarbeit in Bochum finanziell zu unterstützen. „Wir können nur immer wieder Danke sagen für so viel Engagement, das uns zuteil wird. Nur dieses Engagement macht Kinderhospizarbeit in Bochum möglich“, sagt Andrea Eickholt, die Regionalleiterin für die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste der Deutschen Kinderhospiz Dienste im Ruhrgebiet. „Unser großer Dank geht aber natürlich auch an unsere Ehrenamtlichen, die Woche für Woche für uns und in den betroffenen Familien im Einsatz sind, und natürlich an die Familien selbst, die uns seit fünf Jahren ihr Vertrauen schenken!“ Andrea Eickholt weiß, dass noch viel zu tun ist. Zu viele Familien in Bochum, Herne, Gelsenkirchen und Umgebung sind noch unbegleitet. Sie alle zu erreichen und adäquat begleiten zu können, bleibt das Ziel der Deutschen Kinderhospiz Dienste – getreu dem Motto „Wir lassen kein Kind allein!“ In diesem Sinne: Auf die (mindestens) nächsten fünf Jahre!







