Kleines Mädchen ganz groß
Heute gibt Andrea Eickholt, Regionalleiterin für die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste der Deutschen Kinderhospiz Dienste im Ruhrgebiet, einen kleinen – berührenden – Einblick in Momente ihrer Arbeit:
„Vor einigen Tagen habe ich ein Kind, ein sechsjähriges Mädchen, das von uns begleitet wird, im Krankenhaus besucht. Das Mädchen hatte zwei Tage zuvor eine große Operation, eine Amputation. Als ich kam, saß die Kleine im Bett und schminkte sich das Gesicht. Sie hatte keine Schmerzen und gute Laune. Weil ich wusste, dass sie gerne kreativ ist, hatte ich ihr ein kleines Mal-Set mitgebracht. Sie hat sich sofort daran gemacht, ein Bild zu malen, welches sie mir dann geschenkt hat. Das hat mich stark berührt. Das Mädchen und seine Eltern haben mich sehr damit beeindruckt, mit welcher Stärke sie sich ihrer Situation stellen. Inzwischen habe ich das Kind, das noch einen langen therapeutischen Weg vor sich hat, öfter besucht. Und jedes Mal merke ich: Es gibt gute und schlechte Tage. Gute und weniger gute Nachrichten. Aber immer ganz viel Zuversicht. Danke, dass ich daran teilhaben darf!“


